titel bild

LutraCAD skaliert die Produktion individueller Einlegesohlen mit der SLS-Lösung Raise3D RMS220

24. März 2026

Die Case Study im Überblick

Erfahren Sie in dieser Case Study, wie LutraCAD durch maximale Materialausnutzung und automatisierte Workflows mit Raise3D die Zukunft der Einlagenfertigung gestaltet.

Die Erfolgsgeschichte im Detail

Das Unternehmen im Profil

LutraCAD konzentriert sich auf Softwarelösungen für den Orthesen- und Prothesenmarkt. Das Unternehmen entwickelt Spezialsoftware für die Konstruktion und Herstellung von maßgefertigten Einlagen, Schuhleisten, Zwischensohlen und verwandten orthopädischen Produkten.

Seit 2016 beschäftigt sich LutraCAD intensiv mit 3D-Drucktechnologien, um die digitalen Arbeitsabläufe seiner Kunden zu ergänzen. Im Laufe der Jahre evaluierte das Team FDM, SLA, SLS und andere additive Fertigungstechniken, wobei der Schwerpunkt zunächst auf FDM lag, da diese Technologie leicht zugänglich und einfach zu implementieren ist.

Da sich jedoch die Kundenerwartungen weiterentwickelten, insbesondere bei der Herstellung von Hartschalen-Einlagen, begann LutraCAD, sich intensiver mit SLS zu beschäftigen. Viele ihrer Kunden nutzten bereits SLS-Technologien, doch LutraCAD hatte noch nicht die richtige industrielle Lösung gefunden, die ihren Anforderungen entsprach.

Das änderte sich mit der Einführung des Raise3D RMS220.

Von FDM und Fräsen bis hin zu industriellem SLS

LutraCAD bietet Kunden, die sich auf die Herstellung von maßgeschneiderten Einlagen für individuelle Patientenbedürfnisse konzentrieren, eine durchgängige Workflow-Optimierung. Angesichts steigender Nachfrage benötigte das Unternehmen eine Lösung, die den Kundenanforderungen besser gerecht wird und höhere Qualität, verbesserte Produktivität sowie einen geringeren Arbeitsaufwand gewährleistet.

Anfangs arbeitete LutraCAD mit der FDM-Technologie. Diese eignete sich zwar für die frühe Entwicklungsphase, zeigte jedoch schnell Grenzen hinsichtlich Oberflächengüte, erreichbarer Dicke und Produktionseffizienz auf.

Gleichzeitig stellten traditionelle Fräsverfahren ihre eigenen Herausforderungen dar. Das Fräsen erforderte eine ständige Überwachung durch den Bediener, verursachte erheblichen Materialabfall und erforderte mehrere Nachbearbeitungsschritte, bevor ein Produkt lieferbereit war.

Die Suche nach einer besseren Lösung führte LutraCAD zum selektiven Lasersintern (SLS) und schließlich zum Raise3D RMS220.

Warum SLS für maßgefertigte Einlagen?

Nach dem Test verschiedener Technologien hat LutraCAD drei entscheidende Vorteile von SLS ermittelt:

  1. Überlegene Produktqualität: Im Vergleich zu FDM bietet SLS eine deutlich verbesserte Oberflächenqualität und ermöglicht dünnere Einlagendesigns, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Dies ist besonders wichtig bei orthopädischen Anwendungen, bei denen sowohl Komfort als auch strukturelle Integrität entscheidend sind.Die Kombination aus SLS-Technologie und Hochleistungsmaterialien ermöglicht es LutraCAD, Einlagen herzustellen, die dünner, leichter und mechanisch zuverlässig sind.
  2. Höhere Produktivität: Mit dem RMS220 kann LutraCAD 20 bis 25 Paar Einlagen in einem einzigen Druckvorgang herstellen. Die Aufträge laufen über Nacht, und am nächsten Morgen ist eine komplette Charge fertig.Dies ist eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu:
    ‣ FDM, bei dem Bediener den Drucker alle paar Stunden überwachen mussten
    ‣ Fräsen, bei dem etwa alle 20 Minuten ein Eingriff erforderlich war
    Die Möglichkeit, Druckvorgänge unbeaufsichtigt laufen zu lassen, steigert die Tagesleistung drastisch und reduziert gleichzeitig den manuellen Aufwand.
  3. Effiziente Materialnutzung: Beim Fräsen werden bis zu 80 bis 90 Prozent des Materialblocks zu Abfall. Bei SLS wird jedes Teil Schicht für Schicht aus Pulver aufgebaut, und nicht verwendetes Pulver kann in zukünftigen Drucken wiederverwendet werden. Dies reduziert den Materialabfall erheblich und verbessert die Nachhaltigkeit.

Warum Raise3D RMS220?

LutraCAD setzte bereits seit mehreren Jahren FDM-Systeme von Raise3D ein. Diese langjährige Erfahrung schuf großes Vertrauen sowohl in die Maschinen als auch in das Unternehmen.

Als Raise3D die SLS-Lösung RMS220 vorstellte, sah LutraCAD darin eine Chance, die Produktion zu modernisieren und gleichzeitig die bewährte Partnerschaft fortzusetzen.

Entscheidende Faktoren für die Entscheidung:

  • Vertrauen in das Raise3D-Team und die Zuverlässigkeit der Produkte
  • Ein industrielles Bauvolumen, das den Produktionsanforderungen entspricht
  • Wettbewerbsfähige Druckgeschwindigkeit
  • Eine vollständige und integrierte Lösung

Für LutraCAD war der RMS220 nicht nur eine Maschine, sondern eine skalierbare Produktionsplattform, hinter der ein Unternehmen stand, das sie bereits kannten und dem sie vertrauten.

Ersatz für das Fräsen: Betriebs- und Kostenvorteile

Die Umstellung vom Fräsen auf SLS brachte messbare Verbesserungen.

Geringerer Personalaufwand! Beim Fräsen ist ein qualifizierter Bediener erforderlich, um:

  • die Maschine regelmäßig zu überwachen
  • überschüssiges Material zu entfernen
  • umfangreiche Nachbearbeitungsschritte durchzuführen
  • die Einlegesohle fertigzustellen und vorzubereiten

Mit dem RMS220 kommen die Teile nahezu fertig aus dem Drucker. Nach dem Entpulvern müssen sie vor der Auslieferung lediglich beschichtet werden.

Dieser vereinfachte Arbeitsablauf reduziert den Bedarf an hochspezialisierten Arbeitskräften und senkt die Betriebskosten erheblich.

Anstelle ständiger Eingriffe ermöglicht der RMS220:

  • Serienfertigung über Nacht
  • Minimale Nachbearbeitung
  • Vorhersehbare Tagesleistung

Das Ergebnis ist ein effizienterer und skalierbarer Produktionsprozess.

Warum PA11?

Unter den mit dem RMS220 kompatiblen Materialien hat sich LutraCAD für PA11 entschieden, das sich als Marktstandard für Einlagenanwendungen etabliert hat.

Die Gründe dafür sind:

  • Hervorragendes Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Steifigkeit
  • Anpassbare Eigenschaften durch unterschiedliche Materialstärken
  • Hohe Bruchdehnung
  • Zuverlässiges mechanisches Verhalten für orthopädische Anwendungen

Durch die Anpassung der lokalen Einlegesohlenstärke kann LutraCAD die Flexibilität genau auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abstimmen und so echte Maßanfertigung in großem Maßstab bieten.

Software-Integration mit ideaMaker

LutraCAD nutzt ideaMaker sowohl für die FDM- als auch für die SLS-Produktion und gewährleistet so einen nahtlosen Arbeitsablauf.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Einfache Anordnung der Teile für optimale Baudichte
  • Einfache und intuitive Benutzeroberfläche
  • Volle Kontrolle über die Druckparameter
  • Nahtloser Übergang von FDM zu SLS

Die Möglichkeit, beide Technologien innerhalb desselben Software-Ökosystems zu verwalten, vereinfacht die Einarbeitung und den täglichen Betrieb.

Erste Erfahrungen der Anwender

Im Rahmen des Early-User-Programms setzte LutraCAD den RMS220 mehrere Wochen lang ein, bevor die vollständige Implementierung erfolgte.

Das Feedback war äußerst positiv:

  • Einfache Bedienung
  • Zuverlässiger Betrieb im Tagesgeschäft
  • Gleichbleibende Druckqualität
  • Komfortable Bereitstellung von SLS-Produkten für die eigenen Kunden

Laut LutraCAD erfüllt das System die aktuellen Marktstandards hinsichtlich Oberflächenqualität und mechanischer Leistungsfähigkeit, sodass das Unternehmen sein SLS-Angebot nun zuversichtlich ausbauen kann.

Ausblick: Skalierung mit SLS

LutraCAD betrachtet SLS als langfristige Plattform für Wachstum. Zu den Zukunftserwartungen zählen:

  • Zugang zu weiteren Materialien für neue Anwendungsbereiche
  • Verstärkte Automatisierung bei der Pulvermischung
  • Intelligente Druckerfunktionen, die Parameter automatisch optimieren
  • Erweiterte Marktchancen durch fortschrittliche additive Fertigung

Auf der Grundlage des RMS220 plant LutraCAD, die Produktion zu skalieren und neue Anwendungsbereiche in der Orthopädie und im Leistungssport zu erschließen.

Fazit

Durch die Implementierung der Raise3D RMS220 SLS-Lösung hat LutraCAD seine Produktion von maßgefertigten Einlegesohlen transformiert.

Das Unternehmen erzielte:

  • Hervorragende Oberflächenqualität und dünnere Designs
  • Serienfertigung von bis zu 25 Paaren pro Druck
  • Deutliche Verringerung der Arbeitsintensität
  • Drastische Reduzierung des Materialabfalls im Vergleich zum Fräsen
  • Einen skalierbaren und zukunftsfähigen Fertigungsworkflow

Für LutraCAD bietet der RMS220 genau das, wonach das Unternehmen gesucht hat: Druckqualität, Produktivität und Materialleistung vereint in einem Komplettpaket.

 

Schauen Sie sich jetzt das Video an:

Video abspielen

Möchten Sie erfahren, wie die Raise3D-Serie Ihre Produktion transformieren kann?

Buchen Sie jetzt untenstehend über unser Kontaktformular ein kostenloses Erstgespräch mit unseren Experten.

Kontakt

Mobil: +49 1556 56475 93
Mail: mail@3d-trade.eu
GF: Raphael Rieffel

Mehr Informationen

*“ zeigt erforderliche Felder an